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ODN auf dem IPv6-Kongress 2012

Am 10. und 11. Mai 2012 fand in Frankfurt der vierte IPv6-Kongress statt. Dieser ist inzwischen die größte und wichtigste Veranstaltung zu IPv6 in Deutschland. Besonders im Zusammenhang mit dem bereits erfolgreich absolvierten IPv6-World-Launch-Day am 6. Juni 2012 war der Kongress ein Treffpunkt zu Wissens- und Erfahrungsaustausch für IT-Experten aus ganz Deutschland.

Auch ODN hat wieder teilgenommen und 2 Mitarbeiter nach Frankfurt geschickt, um das dort vermittelte Wissen mit unseren eigenen IPv6-Aktivitäten zu verbinden und zu nutzen.

Als Nachfolger von IPv4 bringt das neue Protokoll nicht nur eine Lösung für den ausgeschöpften Adressraum, sondern behandelt auch Sicherheitsprobleme und historisch gewachsene Unzulänglichkeiten des alten Standards. Dabei ist IPv6 keineswegs als neue Entwicklung zu bezeichnen: mit seinen mehr als 14 Jahren Entwicklung und Erprobung wird dieser essentielle Bestandteil des Internets nun Schritt für Schritt parallel zum bestehenden IPv4 aktiviert und genutzt. Dabei sind schon die unvorstellbar großen Zahlen eine Herausforderung: mit IPv6 umfasst der mögliche Adressraum 2^128 Adressen – das sind rund 340 Sextillionen, oder eine 34 mit 37 Nullen. Allein ODN hat ein ‚kleines‘ Netz mit 2^96 bzw. 79228162514264337593543950336 Adressen (ausgesprochen: 79 Quadrilliarden 228 Quadrillionen 162 Trilliarden 514 Trillionen 264 Billiarden 337 Billionen 593 Milliarden 543 Millionen 950 Tausend 336).

Zum Vergleich: mit IPv4 gibt es insgesamt 2^32, also etwas über 4 Milliarden Adressen.

Dies macht deutlich, dass es für IPv6 ganz andere Herangehensweisen und Strukturen braucht. Viele der gewohnten Strategien müssen über Bord geworfen, und ganz neue erlernt werden.

Insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Datenschutz ändert sich sehr viel. Mit IPsec und Privacy Extensions sollen hier nur zwei wichtige Eckpunkte erwähnt werden.

Im Zuge dessen sind etliche neue Sicherheitsaspekte zu beachten, da sich ebenso die Angriffsszenarien und Überwachungsmethoden ändern. Zusammenfassend kann man feststellen, dass die Zeit für IPv6 nun endgültig
angebrochen ist. Wer jetzt nicht damit beginnt, wird zukünftig mit großen Schwierigkeiten und Kosten bei der Migration zu rechnen haben. Es wird aber noch einige Zeit vergehen, bis IPv6 bei allen Endanwendern verfügbar ist. Noch länger wird es dauern, bis der alte Standard vollständig ablösbar sein wird.

Die IPv6-Vorbereitungen laufen im vollen Gange. Sie möchten sich beraten lassen oder weiterführende Informationen dazu bekommen?

Rufen Sie mich gerne an:

Tobias Großer
Telefon +49 911 933877 18
E-Mail tobias.grosser@odn.de

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